Makespaces und offene Werkstätten sind Orte des sozialen und gestalterischen Zusammenkommens, die auch als demokratische Mikropraktiken verstanden werden können. Sie haben häufig wöchentliche offene Angebote, unterstützen und beraten Besuchende bei der Umsetzung und Gestaltung.
Offene Werkstätten wie das MakeLab sind demokratiefördernden Begegnungsräume, die Wissensweitergabe, technisches und gestalterisches Schaffen mit sozialen Werten und Inklusion verbinden. Diese Potentiale und Tendenzen einer sozialen und ökologischen Ausrichtung weisen viele offene Werkstätten auf.
Wie solche Projekte zustande kommen, erhalten bleiben und wie ihre sozial-ökologische Ausrichtung gefördert werden kann, soll im gemeinsamen Austausch erörtert und erkundet werden. Dafür findet eine zweitägige Konferenz mit Inputs und Moderation statt zu der alle offenen Werkstätten, Repair Cafes, Makerspaces, Hackspaces, 3-D-Labore und sonstige Kreativräume, die Design und Begegnung verbinden, eingeladen sind.
Neben inspirierenden Talks und inhaltlichem Input steht vor allem das praktische Ausprobieren und gemeinsame Gestalten im Mittelpunkt. Besucher*innen haben die Möglichkeit, neue Welten zu entdecken, aktiv mitzumachen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Gleichzeitig wird bewusst Raum für Austausch, Diskussion und Gemeinschaft geschaffen.
Das viertägige Festivalprogramm findet parallel zum Sommercamp der Offenen Werkstätten statt, zu dem Menschen aus ganz Deutschland kommen. Es verbindet praktische Makerspace-Workshops, Raum- und Gesellschaftsdiskurse sowie Bauprojekte wie den Geo-Dome-Bau. Während in Panels, Gesprächen und Workshops Erfahrungen geteilt und Fragen gemeinschaftlicher Praxis diskutiert werden, wird im Camp gebaut, repariert, gekocht, programmiert und improvisiert. Konferenz und Camp bilden einen gemeinsamen Erfahrungsraum, in dem Diskurs, praktische Arbeit und alltägliches Miteinander ineinandergreifen.
Donnerstag (27.08.): Auftakt ab 15:00 Uhr mit ersten Workshops (u. a. 3D-Druck und Mini Lab), dem Start der Bauprojekte sowie abendlichen Vorträgen und Panels zu Open-Source-Projekten (Prototype Fund, CoWiki) und Fahrrad-Selbsthilfewerkstätten.
Freitag (28.08.): Vormittags Impuls von PD Dr. Franka Schäfer (Spielplätze für die nächste Gesellschaft) und Workshops zu Fediverse, Stickkunst und Critical Making. Nachmittags und abends folgen praktische Formate (u. a. Synthesizer, 3D-Kunst, Möbeloberflächen) sowie Vorträge zu Raumkonflikten, Katastrophenhilfe, Hackerspaces und eine Mapping-Performance.
Samstag (29.08.): Vormittags Impuls von Ouassima Laabich und Workshops zu Löttechnik, Gruppenkonflikten und Zines. Ganztägig laufen Human-Plant-Computer Interaction und Bauprojekte. Nachmittags und abends stehen Textilkunst, GenAI, BlackMesh, Schweißlaser sowie Vorträge (u. a. Waag Future Lab, Haecksen) und eine audiovisuelle Live-Performance auf dem Programm.
Sonntag (30.08.): Abschluss der Bauprojekte, Workshops zu Glasschmuck und Bewegung sowie eine Exkursion zur Offenen Werkstatt BiBEr* in Frankfurt-Griesheim. Das Festival endet nachmittags mit einer gemeinsamen Aufräum-Party.
aus.https://social.colectif.de/@vow/116539357337798078, https://www.facebook.com/VerbundOffenerWerkstaetten
Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem MakeLab, Verbund Offener Werkstätten, der anstiftung, dem World Design Capital Frankfurt Rhein Main und der Goethe-Universität Frankfurt. Gemeinsam verbinden die Partner*innen Perspektiven aus Bildung, Gestaltung, Wissenschaft, zivilgesellschaftlicher Praxis und offenen Werkstätten, um Räume für kollaboratives Lernen, critical making und demokratischen Austausch zu schaffen.
